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 | Presse |
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Modern, leicht und doch fulminant
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15.11.2011
Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
Der Chor Temporal begeistert bei seinem Jahreskonzert in der Britzinger Johanniskirche.
Mit fulminanten Vorträgen und einer reizvollen Liebesgeschichte begeisterte Temporal beim Konzert in der Johanniskirche.
Foto: Bianca Flier
MÜLLHEIM-BRITZINGEN.
Umjubelt von den zahlreichen Gästen wurde der Chor Temporal bei seinem Jahreskonzert in der Britzinger Johanniskirche am Samstag. Unter dem Motto "Tea Time" präsentierte das Ensemble unter der souveränen Leitung von Thomas Wiedenhofer bekannte Jazzstandards, aber auch deutsche Lieder mit spannenden Texten in ansprechenden Vertonungen. Hauptsächlich in grandioser A-capella-Manier, aber auch mit einfühlsamem Touch begleitet von Sonja Hänig am Klavier, überzeugte der Chor Temporal in jedem einzelnen Vortrag. Die lupenreine Intonation, der Drive, die spezifische Dynamik, welche diese Art Musik verlangt alles war im perfekten Maß vorhanden.
Eine besonders hübsche Idee wurde dabei realisiert: Statt einer Moderation erzählte Sängerin Sabine die Liebesgeschichte von Hanna und Paul ein Plot, der sich entlang der Darbietungen mal sentimental, mal dramatisch, dann wieder mit einem Schuss Melancholie entwickelte. Ganz im Sinne moderner, leicht unterkühlter Romantik.
Den musikalischen Auftakt machte der Chor mit einem A-capella-Arrangement von "Let me entertain you" ein furioser Einstieg in einen Abend, der für die Freunde moderner Chormusik einen Ohrenschmaus darstellte. Es folgten Standards wie "Ain t misbehavin", "Blue Skies", "Keep it hot" und "The Continental". Fetzig oder betont soft, piano oder forte bei diesen Vorträgen sprang der Funke über. Aber auch die deutschen Lieder wie "Parkplatzregen", "Saunatango" und "Jetzt ist Sommer" kamen hervorragend beim Publikum an. Zur Programmhalbzeit stand es allerdings um das Liebespaar Hanna und Paul nicht mehr gut, und so schloss dieser erste Zyklus mit dem "Lied vom Scheitern".
In der Pause gab es dann nicht nur "Tea for two", sondern Tee für das gesamte Publikum zum Aufwärmen. Doch obwohl der Hausherr, Pfarrer Arnold Glitsch-Hünnefeld, angekündigt hatte, dass die Heizung in der Kirche nicht recht funktioniere, war den meisten bei der tollen Vorträge auch so warm ums Herz geworden. Und die Begeisterung setzte sich nach der Pause fort, als weitere Standards wie "Satin Doll", "Puttin" on the Ritz", "Smoke gets in your eyes" und "Over the Rainbow" erklangen.
Obwohl die Hörer zeitweilig um Hanna und Paul bangten, gab es zum Schluss doch noch ein Happy End, das mit einer wundervollen Darbietung von "Close to you" besiegelt wurde.
Nach diesem Konzert verließen die Hörer die Kirche trotz der Kälte der Mondnacht draußen sehr beschwingt. Wie hätte es auch anders sein können, nachdem bei "Blue Moon" die Liebenden sich endlich für immer gefunden hatten. Nicht nur ein schönes modernes Märchen, sondern auch ein fulminantes Konzert ging damit zu Ende.
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Der Chor Temporal im winterlichen Tallinn
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04. Januar 2011 Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
Auftritte mit dem Noorus Chor und eine erneute Aufführung des estnischen Weihnachtsoratoriums von Urmas Sisask.
 Der Chor Temporal reiste im Advent für eine Woche in die estnische Hauptstadt Tallinn. Dazu hatte der Noorus Chor nach der gemeinsamen Aufführung von Urmas Sisaks Weihnachtsoratorium in Müllheim, Basel und Mulhouse im Advent 2008 eingeladen. Denn das Oratorium sollte auch noch einmal gemeinsam im Land des Komponisten aufgeführt werden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Bereits im Frühjahr 2010 hätten die recht umfangreichen Vorbereitungen begonnen. Für die Unterstützung wurden das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut sowie Sponsoren gewonnen.
Nicht nur musikalisch, sondern auch auf die winterlichen Temperaturen eingestimmt, traten am 8. Dezember Chor und Projektsänger unter der Leitung von Professor Thomas Wiedenhofer sowie Freunde und Gönner die Reise nach Tallinn an. Die Besucher aus dem Markgräflerland wurden von Mitgliedern des Noorus Chores herzlich in Empfang genommen. Großzügigerweise wurde für Ausflüge ein Bus zur Verfügung gestellt. In der Universität des märchenhaft verschneiten Tallinn ging es an die erste gemeinsame Probe zusammen mit dem Noorus und dem Universitätschor der Stadt. Ausklingen ließ man den Tag in einem urigen Bräuhaus in Tallinns beschaulicher Altstadt.
Zu den Freizeitvergnügen gehörten Besuche des Weihnachtsmarktes auf dem berühmten Rathausplatz des mittelalterlichen Tallinn, das zusammen mit dem finnischen Turku 2011 Kulturhauptstadt ist. Das erste Konzert stand in der Methodistenkirche Tallinns auf dem Programm, bei dem außer Temporal und dem Noorus Chor, geleitet von Dirigent Raul Talmar, der Tallinna Ülikooli Kammerkoor auftrat. Der Kammerchor der Universität, dirigiert von Merike Aarma, zeichnet sich ebenso wie der Noorus Chor durch hervorragende Intonationssicherheit und sensible Klangdifferenzierung aus. Im Anschluss präsentierten Temporal und Thomas Wiedenhofer, musikalisch hervorragend nuanciert, ein Weihnachtsprogramm mit traditionellen Weihnachtsliedern unterschiedlichen Ursprungs. Den Höhepunkt des Konzerts bildete die gemeinsame Aufführung des Jõuluoratorium für Chor, Solisten und Orchester, bei dem Temporal-Konzertpianistin Sonja Hänig mitspielte. Die Sopranpartie sang wie bereits 2008 die aus Tallinn stammende Maris Liloson, die im Markgräflerland auch durch die Opernaufführung im Lütschenbacher Steinbruch bekannt wurde.
Am Tag darauf folgte ein Konzert in der Friedenskirche in Nõmme, einem Vorort Tallinns. Überraschend war der Komponist des Jõuluoratooriums, Urmas Sisask, persönlich anwesend. Sisask ist einer der bekanntesten und beliebtesten estnischen Komponisten, der in der lebendigen Chorszene Estlands mit zahlreichen Werken vertreten ist. Zum Abschluss der Konzertveranstaltungen wurde in einem Irish Pub in der Altstadt gemeinsam mit den Dirigenten und Komponisten lange und ausgiebig gefeiert, auch Gastgeschenke wurden verteilt. Neben einer großen Auswahl aus Müllheims Weinkellern hatte Temporal als besondere Erinnerung Bildbände vom Markgräflerland als Präsent im Gepäck, die von der Stadt gestiftet worden waren.
Mit Ausflügen zu Sehenswürdigkeiten, Stadtführungen und privaten Erkundungstouren durch Tallinn hat der Chor Temporal die verbleibenden zwei Tage verbracht. Die Reise wird den Teilnehmern im Gedächtnis bleiben. Die Zusammenarbeit mit dem Noorus Chor soll bestehen bleiben.
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Temporal ist erwachsen geworden
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Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung (05. Oktober 2010). von: Sabine Model Reise durch die Geschichte: 20 Revival-Songs aus 20 Jahren seines Bestehens präsentierte der Chor in der Martinskirche.

Mit Freude am Gesang, guter Technik und seinem Repertoire ersang sich der Chor Temporal beim Jubiläumskonzert Standing Ovations. Foto: Model
MARKGRÄFLERLAND. Wie ein spanischer Wirbelsturm durchzog der Markgräfler Chor Temporal die Martinskirche. Zu seinem 20. Geburtstag gab es 20 Revival-Songs. Im kämpferischen schwarz-roten Outfit mit goldenen Stimmen gaben sich die Sängerinnen und Sänger ihrer spürbaren Freude am Gesang hin. Vier der fünf Dirigenten, die zwei Jahrzehnte prägten, konnte persönlich gedankt werden, bevor es einen Geburtstagsempfang gab, der wie die Musik vom Feinsten war.
Der Chor ist in der Szene der Gospels und Popsongs, des Latin- und Jazz-Sounds zu Hause. Als Intro wählte er allerdings den Hurrikan-Song "Temporal" von Helmfried Röder. Denn im Leben von Temporal gab es außer Sonnenschein auch ziemlich heftige Turbulenzen. Als der damalige Jugendreferent des Untermarkgräfler Sängerbundes, Achim Frey, den Jugendchor mit elf Aktiven installierte, stieß das nicht auf uneingeschränkte Zustimmung. Doch im Dezember 1990 fand das erste Konzert in der Martinskirche statt.
Das Medley "California Dreamin " erinnerte an diese Zeit. Vor dem inneren Auge der Zuhörer erstanden nicht nur mit "Monday, Monday" die späten 60er und frühen 70er Jahre. Die besondere Rhythmik brach sich in "Blue Skies" Bahn. In der Ära Frey wurde ebenso das Tango-Lied "Oh, Fräulein Grethe" einstudiert, das immer noch lustvoll schmachtend über die Lippen kam. Neben dem warmen, natürlichen Klang des pointiert-rhythmischen Welthits "Birdland", hatte sich die stimmlich ambitionierte Soul-Gemeinschaft ebenfalls dem Musical gewidmet: "Wenn ich einmal reich wär ." Bei der bekannten Ballade "My Funny Valentine" aus dem Broadway-Musical "Babes in Arms" hat Frey ein Klavier-Solo eingebaut, das Thomas Barth ausführte.
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20 Jahre, 20 Songs - und viele Pläne
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Der Chor Temporal begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen mit zwei "Highlight"-Konzerten und einer Konzertreise.
MARKGRÄFLERLAND. Der Markgräfler Chor "Temporal" hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen in der Region gemacht und sich als ein "etwas anderer" Chor etabliert. In diesem Jahr blickt er auf 20 Jahre Entwicklung zurück und plant dazu ein ganz besonderes Konzert sowie eine außergewöhnliche Konzertreise nach Estland. Als 1990 der Untermarkgräfler Sängerbund das Feld des Chorgesangs mit Jugendchören beleben wollte, ergriff Dirigent Achim Frey die Chance. Er formierte den Projektchor "Temporal". Die zunächst neun Mitglieder fanden mit ihren Spirituals und Popsongs immer mehr Zulauf. Nach acht Jahren beugte Achim Frey möglicher Betriebsblindheit vor und übergab den Taktstock an Peter Hilfinger.
Der leitete zwar schon drei Chöre und begrenzte seine musikalische Leitung deshalb gleich auf zwei Jahre, aber es reizte den Vollblutmusiker, die Jugend in Dynamik und Klang voranzubringen. Mit Karl Gehweiler wurde ab dem Jahr 2000 die Jazzrichtung stark ausgebaut. Ein neues Repertoire und anspruchsvollere Stücke prägten den Chor nachhaltig. Noch heute sind viele seiner Broadway- und Swing-Klassiker im Programm.
Nach zwölf Jahren drang der Untermarkgräfler Sängerbund, der den Chor finanzierte, darauf, ihn auf eigene Beine zu stellen. Die Vereinsgründung wurde vollzogen. Achim Hänig, Sänger der ersten Stunde, übernahm den Vorsitz. |
Nach zwölf Jahren drang der Untermarkgräfler Sängerbund, der den Chor finanzierte, darauf, ihn auf eigene Beine zu stellen. Die Vereinsgründung wurde vollzogen. Achim Hänig, Sänger der ersten Stunde, übernahm den Vorsitz.
Seit 2004 unterstützt ihn Bernd Elsässer. Stimmbildung wurde immer wichtiger. Thomas Wiedenhofer wurde speziell dafür engagiert.
In der Besetzung der Leitung gab es noch einige Schwierigkeiten: Im Jahr 2007 wurde Thomas Schmidt neuer Chorleiter, er musste die Leitung jedoch aus beruflichen Gründen bereits nach sechs Monaten wieder abgeben. Das Problem: Ein Konzert war bereits zugesagt. Thomas Wiedenhofer half aus, wollte die Chorleitung aber nicht übernehmen, weil er durch eine Professur in Tallinn/Estland knapp drei Monate im Jahr dort gebunden ist. Der Chor stand vor dem Aus. Es stellten sich zwar vier Dirigentenbewerber vor, aber Wiedenhofer blieb Wunschkandidat. Als nach einem erfolgreichen Auftritt mit ihm die Pianistin Sonja Hänig anbot, die Vakanzzeiten als Chorleiterin zu überbrücken, willigte Wiedenhofer ein. Unter ihm kehrte Ruhe in den Chor ein, die Fluktuation ließ nach, Gemeinschaftsgefühl und Niveau entwickelten sich. Von den heute 26 Sängerinnen und Sängern stammen noch vier aus den Gründerzeiten. Entsprechend liegt das Alter der Aktiven zwischen 19 und 55 Jahren. "Wir würden uns gerne verjüngen", lädt Elsässer junge Leute ein. |
29. September 2010 Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung. von: Sabine Model
Wie sich der Chor heute präsentiert, soll am 2. und 3. Oktober mit zwei Jubiläumskonzerten in Müllheim und Staufenbelegt werden. Unter dem Titel "20 Jahre – 20 Songs" sind dort die Gospel-, Pop- und Jazz-Highlights aus den vergangenen zwei Jahrzehnten zu hören.
Aufgepeppt werden sie durch Steptanz (Volker Mandau, Kandern), Gitarre (David Manke), Trompete (Christian Grässlin) und ein Trio aus Piano (Thomas Barth), Kontrabass (Wolfgang Fernow) und Percussion (Wolfgang Minarik).
In Erinnerung ist vielen Fans das Thermal-Projekt in Bad Bellingen "Ein Chor geht baden" und das größte Projekt 2008: Das estnische Weihnachtsoratorium mit dem "Noorus" Chor aus Tallinn, aufgeführt in Müllheim, Birsfelden und Mulhouse. Das soll nun 2010 in Estland wieder ausgeführt werden. Vom 8. bis 14. Dezember ist eine Konzertreihe in der Hauptstadt Tallinn, der Universitätsstadt Tartu und dem Seebad Pärnu geplant. Da in dem kleinen Land Spenden und Konzerteinnahmen nur in begrenztem Umfang zu erwarten sind, wird die Reise im Wesentlichen aus privaten Mitteln der Chormitglieder finanziert. Allerdings kam mit dem Goetheinstitut ein Fördervertrag zustande, über den dieser Kultur-Export vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt wird. Darauf ist der Chor "Temporal" stolz. Er würde sich aber noch weitere regionale Sponsoren und Förderer wünschen. Temporal-Jubiläumskonzerte:
Samstag, 2. Oktober, 19 Uhr in der Martinskirche in Müllheim und Sonntag, 3. Oktober, 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus in Staufen. Nach dem Konzert in Müllheim sind die Besucher zu einem Glas Sekt beim Jubiläumsempfang im Alten Rathaussaal eingeladen. Kartenvorverkauf: http://www.freiburg-tickets.de oder Telefon: 0180-5556656, in BZ-Geschäftsstellen sowie in der Tourist-Information im Rathaus Staufen. Informationen gibt es auch im Internet unter http://www.temporal.de
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Chor Temporal reist nach Tallinn - 2010
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06. April 2010 Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
Zum 20. Geburtstag gibt’s ein großes Konzert in der Martinskirche und eine Reise nach Estland. MÜLLHEIM (BZ). Der Chor Temporal feiert dieses Jahr seinen zwanzigsten Geburtstag. Natürlich verpflichtet dies zu einem besonderen Konzert, an dessen Vorbereitung bereits gearbeitet wird: Die Höhepunkte aus den jeweiligen Jahren der Dirigenten wurden wieder ins Repertoire aufgenommen und neu einstudiert. Ein erstes Probenwochenende fand Ende Februar in Bürchau statt und hat neben viel Spaß gute Fortschritte bei der Vorbereitung für das Konzert am 2. Oktober in der Müllheimer Martinskirche gebracht.
Doch das Jubiläum wird nicht das einzige große Ereignis für die Sänger und Sängerinnen in diesem Jahr sein, denn im Dezember wird der Chor nach Tallinn reisen, um dort mit dem Noorus-Chor das estnische Jouluoratorium, das 2008 in Müllheim, Basel und Mulhouse aufgeführt wurde, in seinem Ursprungsland vorzutragen. Die Kontakte zu Noorus sind im vergangenen Jahr nicht abgerissen. Der estnische Chor war begeistert von seinem Aufenthalt in Müllheim, von der Herzlichkeit, mit der er hier nicht nur vom Chor, sondern auch von Seiten der Bevölkerung aufgenommen wurde. Mails wurden geschrieben, Fotos ausgetauscht. Zum fünfzigsten Geburtstag von Raul Talmar, der bei Noorus groß gefeiert wurde, schickte Temporal ein Video mit dessen Lieblingsstück aus dem eigenen Repertoire. Zwei engagierte Chormitglieder reisten 2009 zum Sängerfest nach Tallinn. Teilweise standen dort 26000 Sänger gleichzeitig auf der Bühne. Übertroffen wurde dies nur durch die Zahl des Publikums: 150 000 Zuhörer. Die beiden Temporal-Mitglieder begleiteten Noorus. Sie wurden gastfreundlich aufgenommen und konnten bei ihrer Rückkehr ein erstes Bild vom Reiseziel vermitteln. Die Motivation bei Temporal ist groß: Obwohl fast alle Familie haben, berufstätig sind und die Reise in den Advent fällt, sind die Anmeldungen für Tallinn zahlreich.
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Opulente Akkorde, die zum Kirchenfirst hin drängen
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Badische Zeitung 11.11.2009
Ausnahmslos exzellente Stimmen bietet der Chor Temporal aus Müllheim - jetzt war er in Kandern zu Gast. ------------ KANDERN (inbo). Als Auftakt opulente Akkorde, die regelrecht gen Kirchenfirst drängten, und den Zuhörer sofort fesselten. Als Abschluss die facettenreiche Bohemian-Rhapsody von "Queen", die auch nach zwei Stunden kraftvolle Stimmen präsentierte: Der Müllheimer Chor Temporal gastierte in der evangelischen Kirche, die nicht bei jedem Konzert voll besetzt ist – bei diesem aber sehr wohl.
Es war ein Abend von lupenreinen Tongebungen, ausdrucksstarken Chorälen und von schillernder Mehrstimmigkeit. Das Ensemble von 13 Frauen und acht Männern bot mit seinem vielschichtigen wie ausgewogenem Repertoire ein Klangmeer, das der Ankündigung absolut gerecht wurde. Versprochen war der Auftritt einer besonderen Formation, und mit seiner eindrucksvollen Professionalität überzeugte und begeisterte der gemischte Chor. Geführt wird er von Thomas Wiedenhofer aus Kandern, der ausgebildeter Opernsänger ist. Keinen Augenblick überließ der Meister die Equipe sich selbst – jede Note, jeden Takt begleitete er mit Omnipräsenz. Die Symbiose zwischen den Tremolierenden und dem Mann mit dem Taktstock profitierte zudem von einem überaus agilen Dirigat. |
In zwei Teile gliederte sich das Konzert. Zu Gehör kamen Songs und Titel, die im Jazz, Swing und Popbereich angesiedelt sind. Bekanntes Liedgut wie das Debüt von Seal’s "Kiss from a Rose" mischte sich mit Hits wie "Over the Rainbow". Gern greifen Chöre den Song auf, der 1939 mit Judy Garland seine Premiere erlebte, und von Stars wie Glenn Miller oder Louis Armstrong interpretiert wurde. Im Genre beliebter Standards ging es weiter zu "Girls, Girls, Girls", dessen Intonation selbstredend allein den Herren oblag. "Fever" von Elvis Presley kam gleich im Anschluss, die Choreografie dazu kann man für passend befinden – oder auch nicht. Zeitlos schöne Klassiker wechselten sich ab, darunter "Autumn Leaves" oder "A Nightingale Sang in Berkeley Square", ein brillant vorgetragenes Stück. Der unverwechselbare Sound der 70er Jahre, maßgeblich geprägt von dem Geschwisterduo "Carpenters", lag klanglich über so manchem Titel, zur Einstimmung hatte es "Close to you" gegeben. Einige Stücke begleitete Sonja Hänig, und Achim Hänig verstand es seinerseits mit einigen Solopassagen zu begeistern. Charakterlich war alles dabei, was einen Konzertabend zum Genuss werden lässt, von dunkel-schwer bis locker-pfiffig – und enthusiastische Pfiffe erklangen zwischendurch und beim Queen-Finale dann sowieso. |
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Eine Liebeserklärung an den Jazz
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BZ Müllheim - 23. Oktober 2009
Eine musikalische Hommage an die Liebe in all ihren Facetten, insbesondere die Liebe zum Jazz, präsentierte unter dem Motto "Lovely Jazz" der Chor Temporal unter Leitung von Thomas Wiedenhofer. Am Klavier begleitet von Sonja Hänig wurde bei dem Jahreskonzert im Saal der Grundschule Müllheim ein breites Repertoire von Gospel, Popsongs über mitreißenden Swing bis zum Jazz geboten – vorwiegend in englischer Sprache und a capella gesungen.
Begrüßt wurde das Publikum mit einem "Kiss from a Rose", dem Weltsong von Seal, gefolgt vom Hit der Carpenters "Close to you", während die wahre Liebe die Hauptrolle in dem Welthit "Smoke gets in your eyes" spielt. "Birdland" wiederum beschreibt einen Jazz-Club in Manhatten – ein Titel, der durch Manhatten Transfer weltweit bekannt wurde. Den Herbstwind in den Bäumen konnten die begeisterten Gäste regelrecht rauschen hören bei "Autumn Leaves" bevor sie mit Judy Garlands |
Ohrwurm "Over the Rainbow" in die Wunderwelt des Zauberers von Oz entführt wurden. Einen mitreißenden Soloauftritt präsentierten die Herren des Chors mit "Girls, Girls, Girls", dem 70er-Jahre-Popsong der Band "Sailor". Die Chordamen hingegen bewiesen Showtalent mit "Fever".
Im zweiten Teil des Konzerts ging es zunächst um das Warten auf die große Liebe, die einem bei "Blue Moon" begegnen kann: damit gemeint ist der zweite Vollmond eins Monats. Innerhalb von hundert Jahren gebe es dieses Phänomen nur 41 Mal, das nächste Mal am 31. Dezember. Dem Swing machte der Chor eine Liebeserklärung mit Duke Ellingtons "I dont’t mean a thing", bevor die Nachtigall mit "A Nightingale" sang. Mitgeklatscht wurde beim einzigen deutschsprachigen Titel, dem "Parkplatzregen". Das gelungene Konzert endete mit "Ain’t Misbehavin’" und "Let’s do it" – und Zugaben.
Das Konzert wird am Samstag, 7. November, um 20 Uhr in der evangelischen Kirche in Kandern nochmals aufgeführt. |
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Altbekanntes erhält einen frischen Anstrich
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Badische Zeitung - 05. Februar 2009 von: Bianca Flier
Der Jazzchor Temporal unter der Leitung von Thomas Wiedenhofer begeisterte beim Benefizkonzert in und für St. Cyriak. | Foto: Bianca Flier SULZBURG. So rappelvoll wie beim Konzert des Jazzchores Temporal zugunsten der Renovierung von St. Cyriak hat man die alte Klosterkirche in Sulzburg selten gesehen. Erfreulich für die Veranstalter, denn für das Restaurationsprojekt müssen 150 000 Euro an Spendengeldern bereitgestellt werden. Die Gesamtkosten betragen 1,3 Millionen Euro.
Dass die Reihe von Benefizkonzerten, die seit Herbst letzten Jahres läuft, eine gute Idee war, beweist der Erfolg. Alle bisherigen Konzerte waren sehr gut besucht oder sogar ausverkauft. Der Chor Temporal reihte sich großartig in diese Erfolgsspirale ein. Der Chor, der sich auf "Jazz and more" spezialisiert hat, begeisterte die Besucher mit einem fulminanten Programm.
Zunächst präsentierten die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung des souveränen Thomas Wiedenhofer passend zum Ausklang der Epiphaniaszeit weihnachtliche Songs aus der ganzen Welt. Vehement der Auftakt mit dem Traditonal "Joy to the world", dessen Schwung sich in der Gospeldarbietung "Let the heaven light shine on me" in starken Crescendi fortsetzte. Rhythmisch rasant interpretiert: Weihnachtsglöckchen aus der Ukraine und das |
peruanische "Festejo de navidad". In diesen Zyklus passten die afrikanischen Tradionals "Amezaliwa" und "Thulasizwe" mit dem wunderbar dunkel gefärbten Solo von Carmen Fröhlich hervorragend. Höhepunkt des ersten Programmblocks war unbestritten das grandiose "Gloria in altissimis Deo" aus der Weihnachtsmesse von Urmas Sisak.
Im zweiten Programmteil bot Temporal eine Reihe bekannter Jazzstandards, jedoch in ungewöhnlichen Arrangements mit interessanten rhythmischen Auffälligkeiten. Beeindruckend, wie subtil hier interpretiert wurde und wie differenziert Wiedenhofer mit der chorischen Dynamik umzugehen versteht.
Bekannte Titel und Lovesongs wie "I sing you sing", "Blue Moon", oder "A nightingale sang in Berkeley Square" demonstrierten in der Gestaltung immer wieder die Lust am Swing und am Experiment mit leicht verfremdenden Bearbeitungen. So erhielt Altbekanntes einen frischen Anstrich. Die leisen Klangbilder vermittelten ebenso den Eindruck einer liebevollen und sorgfältigen Einstudierung wie die pfiffigen Töne, zum Beispiel Bernd Elsässers effektvolles Solo in "Ain’t misbehavin’".
Seine Lieblingssongs brachte Temporal zum Schluss: Der witzige "Java Jive" mit seiner Katzenpfötchenrhythmik, der alte Duke-Ellington-Evergreen "Don’t mean a thing" und Freddie Mercurys sentimale "Bohemian Rhapsody" begeisterten. Aber auch deutsche Titel führt Temporal im Repertoire, wenn auch in diesem Programm nur das zauberhafte Lied vom Platzregen im Park (Oliver Gies, Roland Pflüger) auftauchte. Ob a capella oder mit Klavierbegleitung – der Chor überzeugte in allen Details. |
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Stehende Ovationen wollten kein Ende nehmen
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Badische Zeitung - 14. Dezember 2008
Das hat Müllheim noch nicht gesehen, die evangelische Stadtkirche noch nicht gehört und der Chor Temporal noch nicht erlebt. Selbst der europaweit Erfolg verwöhnte Noorus-Chor aus Estland ließ sich von der Euphorie anstecken, genoss die stehenden Ovationen.
Der Noorus-Chor aus Tallinn mit roten Rosen dekoriert und der Müllheimer Chor Temporal mit goldenen Tüchern | Foto: sabine model MÜLLHEIM. Die Premiere des weihnachtlichen Konzertes der Musik und der Völkerverständigung ließ optisch und gesanglich am Altar einen Stern aufgehen, von dem nahezu 800 Zuhörer fasziniert waren. Schirmherr Bürgermeister René Lohs wurde vertreten von Elisabeth Furch-Krafft, die das internationale Ereignis mit weiteren Auftritten in der Schweiz und Frankreich als Zeichen für das Zusammenwachsen der Nationen im vereinten Europa wertete. Die Kooperation mit dem Noorus Chor, einem der besten europäischen Jugendchöre aus dem Land der Sänger, sei für Temporal eine Auszeichnung und für Müllheim eine Ehre. Dass der Reichtum des Liedes die Weihnachtsfreude in landes- und regionaltypischen Schwingungen entfachen konnte, war zahlreichen Sponsoren zwischen Freiburg und Basel zu verdanken.
Gelebte Weihnachtsgesänge aus aller Welt erfüllten zunächst das Kirchenschiff. Moderatorin Jutta Brückner kündigte sie in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Estnisch und Afrikanisch an. Der Chor Temporal traf die kulturbedingten Stimmungen, die Dirigent Thomas Wiedenhofer mit großer Gestik vorlebte. Der Chor ließ die Weihnachtsbotschaft freudig-akzentuiert erschallen, variierte mit einem breiten Spektrum an Modulationen, imitierte Glockengeläut und Instrumente, interpretierte mit peruanischer Leidenschaft das Fest der Feste und erntete besonderen Applaus mit dem religiösen Lied aus Tansania "Thulasizwe", das eine elementare Ausdruckskraft entwickelte. Der Satz zur "Stillen Nacht" in drei Sprachen endete in einem andachtsvollen Publikums-Choral.
Einen Hauch babylonischer Verwirrung stiftete der Noorus-Chor, als die Sänger mit ihren Melodien durch die Kirche zogen, um sich dann am Altar zu einer |
Improvisation von "Es ist ein Ros entsprungen" zu finden. Die stellvertretende Chorleiterin Jana Perens lenkte den Chor zart und leise nach Bethlehem, ließ einen estnischen Weihnachtsengel rauschen und legte in der Heimatsprache die "Weihnachtsruhe" von Jean Sibelius übers Land. Chorleiter Raul Talmar setzte ein Potpourri weihnachtlicher Melodien in Bewegung. "O, du fröhliche" gestaltete er mit einem kleineren Gegenchor, der die frohe Botschaft versetzt widerspiegelte. "Stille Nacht" ertönte auf Estnisch als sachtes: "Püha öö".
Danach entschwanden beide Chöre mit einem estnisch-deutschen Musikerensemble auf die Orgelempore. Aus der Höhe durchzog die mehrteilige erzählend-dramatische Vertonung des "Jouluoratoriums" die erhabene sakrale Akustik. Der 48-jährige estnische Komponist und Hobby-Astronom Urmas Sisask hatte das "Weihnachtsoratorium" mit 32 Jahren zweifellos in einer Sternstunde in seinem privaten Planetarium verfasst. Dem Heimvorteil geschuldet, dirigierte Thomas Wiedenhofer das fast außerirdisch anmutende Werk. Es verwendet Elemente der Musikgeschichte vom klassischen Vorbild mit dialogischer Behandlung liturgischer Texte in einem Wechsel von rezitativischen oder kantablen Solopartien (Maris Liloson, Sopran und Hansjörg Schopferer, Tenor) und Chören.
Dynamik und Sphärenklang standen im Spannungsfeld gregorianischer Gesänge, rhythmischer Bolero-Klänge, fließender Filmmusik und pastoralem Charakter durch virtuoses Orgelspiel (Heinz Breininger) und zarte Hirtenschalmeien, nachgeahmt von Oboe (Ole Ainomäe) und Flöten (Eva Olbrecht, Sophia Zettelmayer und Eva David). Konzertant und vergeistigt klinkten sich Cello (Egmont Välja), Piano und Cembalo (Sonja Hänig) in den wechselvollen Reigen ein. Den Lobpreis unterstützte nachhaltig die Trompete (Andreas Meier). Die Meister an den Schlag- und Effektinstrumenten(Heiko Lang und Peter Martin) setzten Akzente mit Trommeln, Paukenschlag und einem Glöckchen, das diese gesungene Revolution leise verhallen ließ. Die Chöre schenkten dazu mit Menschenzungen, was engelsgleich anmutete.
Wieviel mehr solch klangschöne Stimmen vermögen, erfuhr der Noorus-Chor auch außerhalb des Konzertes. Nach einer sängerischen Darbietung im Thermalbad Badenweiler gewährte die Kur- und Bäderverwaltung den 30 Mitgliedern freien Eintritt. Der Müllheimer Weihnachtsmarkt gewann durch ihre Vorträge an Atmosphäre. Am heutigen Montag sind sie nochmals in Tannenkirch zu hören.
Autor: Sabine Model
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Perfekt im Repertoire und in der Interpretation
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Badische Zeitung - 16. Januar 2008
Chor Temporal begeistert mit seinem Konzert "Jazz and more" ein weiteres Mal / Sonja Hänig die ideale Klavierbegleiterin
MÜLLHEIM-BRITZINGEN. Mit einem eindrucksvollen Konzert unter dem Motto "Jazz and more" begeisterte der Chor Temporal unter der Leitung von Thomas Wiedenhofer die Musikfreunde in der Johanniskirche. Begleitet am Klavier wurden die Darbietungen von Sonja Hänig, deren elegante Tastenführung den Swing des Gesangs unterstützte.
Den Auftakt gestaltete Temporal mit einer pfiffigen Interpretation des alten Cole-Porter-Hits "Let’s do it" . Als Kontrast folgte im Adagiostil "A Nightingale sang in Berkeley Square" . Die schöne A-capella-Qualität kam bei diesem langsamen Song besonders zum Tragen, machte sich aber auch angenehm bemerkbar in "Parkplatzregen" (Oliver Gies, Roland Pflüger); der deutsche Text war trotz der komplizierten polyphonen Struktur perfekt verständlich. Auch das ist ein Merkmal guter Vokaltechnik.
Mit viel Drive gestaltet waren "It don’t mean a thing" , ein Evergreen von Duke Ellington, sowie "Ain’t Misbehavin" , und "All of me" , zwei bekannte und beliebte Jazzstandards. Auch afrikanische Klänge mit Trommelbegleitung durften nicht fehlen: "Amezaliwa" erfreut sich bei jungen Chören ebenso großer Beliebtheit wie beim Publikum. Die abwechselnden Frauensoli in "Thulasizwe" waren bestechend vorgebracht. Dieser Song bildete einen schönen Übergang zu "Satin Doll" und "The girl form Ipanema" , zwei Standards, die in traditioneller Swingmanier und doch mit viel Eigenduktus einstudiert waren. Immer wieder gern gehört: Der zauberhafte Jazzsong "Blue Moon" , dargeboten mit den hinreißenden Klangfarben nocturner Vokalmagie.
Der spritzige "Java Jive" kontrastierte geistreich mit "You’ve got a friend" , einem herrlichen "Schmachtfetzen" von Billy Joel. Hier die richtige Distanz zum Schnulzigen zu finden, ist nicht leicht, aber Thomas Wiedenhofer legte mit Temporal eine Interpretation vor, die Herz und Kopf gleichermaßen zufrieden stellte.
Das Finale mit Freddie Mercurys "Bohemian Rhapsody" geriet zum intensiven Klangerlebnis erster Güte. Das Repertoire von Temporal ist nicht nur breit angelegt, sondern auch tief ausgelotet: von afro-amerikanischen Traditionals über Latin standards wie Samba und Bossa Nova bis hin zum Broadway-Song und zum Gospel und Spiritual. Und immer vermögen es die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung ihre einfühlsamen Dirigenten, den richtigen Klang zu treffen. Auch hat Temporal mit Sonja Hänig die ideale Klavierbegleiterin gefunden. Bianca Flier
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Ein Chor geht baden
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Badische Zeitung vom Montag, 24. Dezember 2007....
Baden ging der Chor Temporal in den Bad Bellinger Balinea-Thermen und bot ein nicht alltägliches Gesangserlebnis. Zahlreiche Badegäste lauschten dem Konzert. Unter Leitung von Thomas Wiedenhofer sang der Chor rund eine Stunde lang besinnliche Lieder, teils am Beckenrand, teils im Wasser — mit extra für diesen Anlass laminierten Notenblättern. Es war Wellness für Körper und Seele. (FOTO: MARKUS WINZER)
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Oberbadisches Volksblatt - 4.12.2007
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Im Banne eines bunten Kaleidoskops
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Badische Zeitung vom Dienstag, 4. Dezember 2007
30.11.2007
Jazz, Swing, Spirituals und Pop zeigen, dass die Herzen der Sänger für die Musik schlagen KANDERN (dt). Jazz, Swing, Spirituals und Pop — dieses bunte Kaleidoskop an Musikstilen bekamen die Zuhörer in der evangelischen Kirche in Kandern geboten. Stimmgewaltig gelang es dem Chor Temporal, bei seinem erst zweiten Konzert unter dem neuen Dirigenten Thomas Wiedenhofer zu überzeugen und das Publikum in seinen Bann zu ziehen.
Insgesamt drei Zugaben musste das Ensemble mit Sängern aus dem gesamten Markgräflerland geben, ehe die Zuhörer den Chor die Bühne verlassen ließ. Kein Wunder, denn mit ihrem breiten Repertoire, den traumhaft klaren Stimmen und der Begleitung am Flügel von Sonja Hänig sprach der Chor Temporal alle Geschmäcker in der fast restlos gefüllten Kanderner Kirche an. Das Bekenntnis, dass ihr "Herz für die Musik schlägt" , nahm man den Sängern deshalb auch ohne weiteres ab.
Den passenden Einstieg ins Programm fand der Chor mit "Let’s do it" — "Lass’ es uns tun" — von Cole Porter. Darauf folgte eine abwechslungsreiche Mischung der verschiedensten Musikrichtungen.
Den Höhepunkt des Abends stellte der Lieblingsgospel der Formation, "Thulasizwe" , dar. Der Sologesang von Carmen Fröhlich, das Zusammenspiel der in englischer und in der südafrikanischen Xhosa-Sprache geschriebenen Textabschnitte sowie die ruhige Melodie sorgten für Gänsehautstimmung. Neben eher besinnlichen Stücken wie "Thulasizwe" , "You ’ve got a Friend" von Billy Joel oder dem romantischen "A Nightingale sang in Berkeley Square" konnte der Chor Temporal auch mit flottem Swing aufwarten. Lieder wie "It don’t mean a Thing" und "Satin Doll" (beide von Duke Ellington) brachten das Publikum in Stimmung.
Besonders beeindruckend war, wie es den Sängern gelang, die verschiedensten kulturellen und musikalischen Aspekte miteinander zu verbinden. Bestes Beispiel hierfür war das tansanische Stück "Amazaliwa" von Edward Kabuka, das von Bongos begleitet wurde.
Den krönenden Abschluss des äußerst abwechslungsreichen und mit 14 Gesangsstücken sehr umfänglichen Programms bildete das allseits bekannte "Bohemian Rhapsody" der Popgruppe Queen. Dies sollte allerdings noch lange nicht das Ende sein — schließlich mussten die Forderungen des begeisterten Publikums nach mehr noch mit Zugaben befriedigt werden.
Für den Temporal Chor, der im Jahre 1990 als Jugendchor des Untermarkgräfler Sängerbundes gegründet worden war, war es erst das zweite Konzert unter seinem neuen Dirigenten Thomas Wiedenhofer. Jener sprang kurzfristig vor einigen Monaten ein, als händeringend ein Dirigent gesucht wurde. Die tolle Atmosphäre im Chor überzeugte Wiedenhofer: Er wird — entgegen seiner ursprünglichen Planungen — die Truppe auch über den Januar hinaus dirigieren.
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Was den Swing ausmacht
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Badische Zeitung, Samstag, 24. November 2007 Konzert Grunern, 17.11.2007
STAUFEN-GRUNERN (mod). Er ist wieder da. Mit einem Swinging Concert "Jazz and More" meldete sich der Chor Temporal in der Szene der Gospels und Popsongs, des Latin- und Jazz-Sounds erfolgreich zurück. Das "Temporal revival" auf Einladung des Bürgervereins in Grunern bewies die gelungene Erweckung nach einer Umbruchphase, in der die 15 Sängerinnen und fünf Sänger aus dem Markgräflerland und dem Elsass ungeahnte stimmliche Nuancen entdeckt hatten.
Zu verdanken haben sie das dem Chorleiter Thomas Wiedenhofer, der sie musikalisch auffing, als sie vor einem halben Jahr von jetzt auf gleich ihren Dirigenten verloren. Allerdings übernahm er nur auf Zeit. Für das nächste Jahr müssen sie nach Ersatz Ausschau halten. Das wird nicht leicht, nachdem man sich gerade an die umsichtig-versierte, engagierte Dirigentenhand gewöhnt hat.
Die Anspannung nach der langen Auftritts-Abstinenz war dem Chor anfangs deutlich anzumerken. Dennoch begann er mutig a cappella mit "Let’s do" . Und es war zu spüren, dass in der 1990 aus dem Untermarkgräfler Sängerbund hervorgegangenen Soul-Gemeinschaft beachtliches Potenzial schlummert. Ihre romantische Nachtigallen-Qualität belegte sie überzeugend mit einem "Nightingale" -Song und gab mit "I Don" t Mean a Thing" eine Anleitung dafür, was klassischen Swing ausmacht, der sich souverän zwischen Beat und melodisch-rhythmischen Akzenten bewegt.
Der einzige deutsche Titel "Park-Platzregen" erinnerte in seinem frechen Stil an die "Wise Guys" und wurde vom Publikum als Ohrwurm euphorisch gefeiert. Lyrisch bis virtuos kam das Liebes-Angebot "All of me" daher. Und schließlich wurde zum biblisch motivierten "Amezaliwa" getrommelt. Abrunden ließ sich die respektable Vielseitigkeit durch die Geschichte eines verliebten Zeitgenossen, der sich nicht mehr daneben benehmen wollte und auf die Küsse der Angebeteten zu warten versprach. Das "Ain’t Misbehavin" führte mit gehauchtem "Yeah" in die Pause.
Ob es nun der Sekt war oder die glückliche erste Halbzeit — das Konzert setzte sich spürbar entspannter und lebendiger fort. Stilgerecht wurde der Gospelsong "Thulasizwe" solistisch und chorisch dargeboten. Die für afroamerikanische Volksmusik und Jazz typischen Ruf-Antwort-Muster setzten Carmen Fröhlich als Vorsängerin und der Chor exzellent um. Von der neuen Lebendigkeit profitierte auch "Satin Doll" , von Sonja Hänig am Flügel begleitet. Die Pianistin unterstützte ebenso die Samba-Rhythmen der englischen Version des brasilianischen Bossa Nova "The Girl from Ipanema" , deren wiegender Gang durch das Künstlerviertel Rios in den Bewegungen der Sängerinnen und Sängern rhythmische Entsprechung fand.
Die Liebesballade über den seltenen zweiten Vollmond im Kalender, genannt "Blue Moon" ließ an Broadway-Feeling nichts vermissen. Ermunternd wirkte der Coffee-Song "Java Jive" , der auf brillante Solostimmen aufmerksam werden ließ. Zuversichtlich tröstend gelang "You’ve Got a Friend" . Richtig anspruchsvoll gestaltete sich der "Queen" -Titel "Bohemian Rhapsody" , bei dem Chorleiter Wiedenhofer jede Hilfe gab bis das Parkett bebte. Wenn es darin auch am Ende hieß "Nothing really matters to me" , zeigten die Zuhörer mit frenetischem Beifall, dass ihnen dieser Abend viel gegeben hatte. Ihre Zugabeforderungen wurden erfüllt.
Wer noch nicht genug habe, so die launige Moderation, könne am Freitag, 30. November, 20 Uhr in der evangelischen Pfarrkirche in Kandern das Programm nochmals vertiefen oder überhaupt im Chor mitsingen. Vor allem Tenöre werden gebraucht. "Die tragen wir auf Händen" , wurde versichert. Aber zunächst ließ sich der Chor selbst von der Welle der Begeisterung tragen.
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Kirchenkonzert 08.12.2005 / BZ
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Vokale Lebendigkeit
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Badische Zeitung 15. April 2005
Stehende Ovationen für "Temporal" und "Soulvation" MÜLLHEIM (fl). Mit einem beschwingenden Programm begeisterten der Jazzchor Temporal und der Gospelchor Soulvation anlässlich eines gemeinsamen Konzertes in der fast voll besetzten Martinskirche. Mit dem Auftakt "Satin Doll" von Duke Ellington setzte Temporal unter der Leitung von Karl Gehweiler gleich zu Beginn ein Zeichen für exzellentes Dynamikgespür und gute Intonation. Die Begleitung durch das "Helmut Lörscher Trio" verriet sorgfältige Zusammenarbeit und Teamgeist. Auch in den folgenden Darbietungen lieferte Temporal ein durchweg überzeugendes Bild. Der Chor hat die verschiedenen Stilausprägungen von Jazz, Pop und lateinamerikanischen Elementen exzellent in sein Repertoire eingebettet.
Anspruchsvoll in der Detailausführung, präzise auch noch im scheinbar Spontanen, wird eine vokale Lebendigkeit erzeugt, die sich unmittelbar dem Publikum mitteilt. Dazu kommen die Solisten, die immer wieder kleine Highlights in die komplexen Arrangements einfügen. Zum Beispiel Sybille Fröhlin in "Tuxedo Junction" und Carmen Fröhlich in "No More Blues". Oder Sonja Hänig und Jochen Landprecht in "Georgia on My mind". Gefühlstöne, spritziger Swing, Blues, Samba - die Fähigkeiten von Temporal, das Publikum in jede musikalische Atmosphäre voll mitzunehmen, scheinen unbegrenzt. Ein Kontrastprogramm setzte Soulvation unter der Leitung von Angela Mink mit seinem a cappella dargebotenen Gospel- und Spiritualprogramm. Der aus Emmendingen angereiste Chor versteht es, das individuelle Profil der einzelnen Sängerinnen und Sänger in ein fantastisches vokales Gesamtbild zu integrieren.
Das ist in der Hauptsache das Verdienst von Angela Mink, die ihre erste Ausbildung als Sängerin einst an der Städtischen Musikschule Müllheim erhielt.
Afrikanisches Lied als Glanzlicht "I will follow him", "Ride the Chariot" oder "I've got peace", um nur einige der dargebotenen Songs zu nennen, verraten etwas vom puristischen Geist des schwarzen Soul. Dazu kommt der Feinschliff in der Intonation und Exaktheit. Das Glanzlicht im Reigen der Darbietungen war zweifellos "Amezaliwa", ein afrikanisches Lied mit Trommelbeat, das die Zuhörer förmlich von den Sitzen riss. Temporal und Soulvation - eine gute Kombination für ein Konzert.
Fazit: Eine Veranstaltung, die vom ersten bis zum letzten Takt Begeisterung auslöste. Stehende Ovationen für die drei Ensembles.
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Badische Zeitung 27. Oktober 2004
Großartiger Chorklang BALLRECHTEN-DOTTINGEN (fr).
Mit dem fünfstimmigen "Come on, let us go" eröffnete der Chor "Temporal" im gut besuchten "Konzertsaal", der Erasmuskirche sein Konzert, das mehr hielt als das ausgedruckte Programm auf den ersten Blick versprach. Gospels verbreiteten Faszination bei den Zuhörern und sicht- und hörbare Begeisterung bei den Sängerinnen und Sängern und beim Dirigenten. So bei "Amezaliwa" und dem von sängerischer Überzeugung getragenen "He's always close to you". Das "Ride the chariot" mit dem typischen Wechselgesang: "Bist du bereit zu singen? - Ja Herr, ich bin bereit", vom souveränen Chorleiter Karl Gehweiler musikalisch arrangiert wie auch das folgende "Music in my soul" in einem ansteckenden Rhythmus. Die ausgezeichnete Solostimme von Sybille Fröhlin wurde in "Jesus be a fence" hervorragend in den Chor eingebunden. "As I go" war eine anspruchsvolle Komposition, in der "Temporal" seinen großen Chorklang unter Beweis stellte. Danach folgte ein eigenwilliges fünfstimmiges Arrangement von "Joshua" mit einem sphärischen Sopran. Ganz anders Duke Ellingtons "Come Sunday" mit einem wohltemperierten Solo von Armin Held. Im Stile großer Gospelchöre wurde dann "Come and go" geboten, das der Solistin Sybille Fröhlin und dem Chor geradezu auf die Stimmen geschrieben schien. Eine der wohl überzeugendsten Andrew Loydd Webber Kompositionen "I don't know how to love him" wurde von Temporal mit einem ausgeprägten Alt überzeugend interpretiert. Fünfstimmig, mit den prägnanten Solostimmen von Armin Held und Achim Hänig folgte "Lord, God heavenly King". Der Bosanova "Mas que Nada" war ein passender Einstieg in den weltlichen Konzertteil. In der herrlichen Komposition "And so it goes" mit einem ausgeprägten Bassfundament stellte Achim Hänig sein solistisches Können unter Beweis. Bei dem typischen Duke Ellington "It don't mean a thing" und bei "No more blues" mit der charakteristischen Solostimme von Carmen Fröhlich zeigte der Chor und sein Dirigent, wie viel Spaß es bereitet, Blues und Swing zu singen. Sowohl beim fünfstimmige "Blue moon" als auch bei "Let's do it" von Cole Porter bewies der Chor äußerste Konzentration bis zur letzten Note - bei zahlreichen Stücken mit der souveränen Sonja Hänig am Klavier. Dass der Chor auch auf dem Sambaparkett zu Hause ist, bewies das Stück "Too hot to samba". Die Zuhörer dankten Temporal mit seinem Chorleiter Karl Gehweiler und der singenden Pianistin Sonja Hänig mit stürmischem Applaus für ein wunderbares Konzerterlebnis, der Chor bedankte sich mit einer Zugabe.
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Badische Zeitung 2. Juli 2004 - Jahreskonzer vom 19. Juni 2004
Swingende Dynamik und ein toller Soundkörpe
Jahreskonzert des Jazzchors Temporal bietet dem Publikum einen musikalischen Hurrikan / Temporal und Lörscher-Trio bewähren sich als tolles Team MÜLLHEIM (fl). „Mas que nada" -mehr als nichts. Mit diesem Titel von Jörge Ben eröffnete der Jazzchor Temporal sein gut besuchtes Jahreskonzert in der Martinskirche. Sicher und souverän dirigiert von Karl Gehweiler legte Temporal Ehre für seinen Namen ein - ein musikalischer Hurrikan im wahrsten Sinne des Wortes. Den instrumentalen Background schuf das Helmut Lörscher Trio. Lörscher am Flügel Florian Döling am Bass und Daniel Schay am Schlagzeug untermalten die Gesangsbeiträge mit subtilem Gespür, ohne auf die persönliche Note zu verzichten. Standards wie „And so it goes" (Billy Joel) und „It don't mean a thing" (Duke Ellington) markierten den ersten Programmteil. Rasch wurde klar, dass Temporal alle Tugenden eines exzellenten Vokalensembles besitzt: Einen stimmigen Soundkörper, swingende Dynamik, gute Aussprache und, was das Wichtigste ist, ein eingefleischtes Feeling für das Genre. Dies gilt nicht minder für die Gospels. Karl Gehweiler legt den Akzent auf die vorhandenen Chorfähigkeiten und setzt auf zuverlässige Solisten wie Sybille Frölin, Achim Hänig und Armin Held. Verschiedene Seelenzustände werden überzeugend herausgearbeitet: Beispielsweise die fröhliche Stimmung von „Ride the Chariot" oder - als Kontrast - das besinnliche „He's always dose to you". Schließlich baut sich ein riesiger Klangkörper im letzten Song vor der Pause auf: „Lord, God heavenly King", ein Muster an Timing, Kolorit und klanglicher Akkuratesse, bei gleichzeitiger Explosion der Emotionen. Die Soloeinlage des Helmut Lörscher Trios ist eine geistreiche Improvisation und lässt auch das ironische Element zu. Das Intro intoniert den Stundenschlag von Big Ben - ein Pausenzeichen? Nein, das Stück hat bereits begonnen! Das Trio baut ein spannendes Klangfeld auf, wirft sich gegenseitig die Ideen zu. Die improvisatorischen Prozesse sind überzeugend gestaltet, alles läuft im Ruder. Nach der Instrumentaleinlage geht es weiter mit „No more blues". Der zweite Programmteil gehört mehr oder weniger dem A-capella-Gesang, und hier zeigt sich in allen Feinheiten, dass Gehweiler sein Ensemble auch als Intonationsteam versteht. Die Songs sind spritzig und verbreiten eine ausgelassene Atmosphäre. Carmen Fröhlich, Andrea Nordmann, Beate Elsässer treten aus dem Ensemble hervor, setzen Highlights und fügen sich wieder in das Ganze ein. Standards wie „Smoke get in your eyes" (Jerome Kern), Let's do it" (Cole Porter) oder „Slap the bass" (George Gershwin) begeistern mit ihrem flotten Swing. Auch das gute alte „Ain't misbehavin" (Thomas Waller) fügt sich hier nahtlos ein. „Too hot to Samba" (Kirby Shaw) heißt das letzte offizielle Stück. Gesamtpräsentation voller Spannung, bei dem Temporal und Lörscher-Trio sich wiederum als tolles Team bewähren. Der Beifall lässt die Akteure aber nicht ohne Zugaben von der Bühne, und so drehen sie noch einmal auf - das Publikum könnte sich noch stundenlang von dem musikalischen Hurrikan Temporal herumwirbeln lassen.
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Badische Zeitung vom Mittwoch, 19. November 2003
Beste Unterhaltung für Auge und Ohr
Das Bellinger Kurhaus war fast ausverkauft: Chor InTakt, Chor Temporal und Lörscher-Trio gefallen mit Rock, Pop, Swing und Jazz BAD BELLINGEN (jut). Die Befürchtung der Chöre "Temporal" und "inTakt", dass ihr durch Zufall zeitgleich mit dem Sängerbund Efringen-Kirchen veranstaltetes Konzert weniger Beachtung finden würde, erwies sich als grundlos: Das Kurhaus in Bad Bellingen war fast ausverkauft. Kein Wunder - denn schon im Vorfeld war bekannt geworden, dass beide Chöre mit musikalischer Unterstützung des Lörscher-Trios mit Helmut Lörscher am Flügel, Bernd Heitzler am Bass und Schlagzeuger Daniel Schay ein Programm mit Pop, Rock, Swing und Jazz auf die Beine gestellt hatten.Mit "Come in and stay a while" lud der Chor inTakt denn auch gleich zu Anfang gleichsam alle Anwesenden zum Verweilen ein. Dirigentin Susanne Lesnarowski-Koc moderierte so wie später auch Chor Temporal-Sprecher Mathias Lehrmann zu jedem Song, was zum kurzweiligen Verlauf des Konzerts und allgemeiner Erheiterung der Gäste beitrug.Mit Stevie Wonders "Sir Duke"gab es dann gleich mit dem zweiten Lied den "Aha-Effekt" beim Publikum - einige ganz Eifrige summten gekonnt mit. Stimmig dazu die zurückhaltende, leicht jazzige Klavierbegleitung Helmut Lörschers sowie der zeitweilig bewusst in den Vordergrund tretende Bass, gespielt vom souveränen Bernd Heitzler. Mit dem a capella gesungenen "Can't buy me love" konnte der Chor in einer sehr gelungenen Interpretation seine schönen Stimmen vorführen, bevor - so die Dirigentin - "mit einem nagelneu einstudierten Lied von einer eher anrüchigen Dame" namens "Lulu", sich Solosänger Ralf Berger als Mr. Otis in einen weißen Smoking schwang und vor dem Damenbesuch noch passend mit feinsten Herrenwässerchen besprüht wurde. Gelächter und Beifall verstärkten sich, als Susanne Lesnarowski-Koc anschließend den Chor mit allerlei Geräten "bewaffnete", um einen Text aus der Wiederauferstehung des Propheten Hesekiel namens 'Dry Bones" zu interpretieren.Ein Mitmachlied war das bekannte "Matilda". Hier gab's aber auch den einzigen hörbaren Patzer des Chores, als ein Einsatz nicht ganz mit der Klavierbegleitung überein stimmte. Nach Elton Johns gefühlvollem "Your Song" und dem bekannten "Blue Moon" drehte der Chor mit Colemans "Rhythm of Life" richtig poppig-rockig auf, rhythmisch großartig begleitet von Klavier, Bass und dem herausragenden Schlagzeuger Daniel Schay. Klar, dass der Chor nicht ohne die Zugabe von "Drunken Sailor" mit hicksenden Sängern davon kam.Mit "In the mood" und "Tuxedo Junction" mit Solistin Sybille Fröhlin startete der Chor Temporal unter Karl Gehweiler sein Programm, um dann mit Samba-Rhythmen von "Mas que nada" dem Publikum einzuheizen. Echten Swing gab's mit dem "sehnsüchtig auf seine Freundin wartenden Mann" in "How high the moon". Unbestrittener Höhepunkt des Abends war die Interpretation des Queen-Hits "Bohemian Rhapsody" - einer absoluten musikalischen Glanzleistung des Chores, die mit nicht enden wollendem Beifall bedacht wurde.In einer Pause "die man für das "Ölen der Stimmen", so Karl Gehweiler, nutzte, kam das Musiker-Trio zum Zuge und bot mit Joseph Kosmas "Autumn Leaves" feinste Kost für die Jazzfreunde im Publikum mit Zwischenapplaus für Bass-und Schlagzeugersolo.Endgültig beim "Groove" landeten Sänger und Publikum mit "No more Blues" und der tollen Solostimme von Marion Mangold. Nach der für das Publikum etwas schwereren Kost von Gershwins "Fascinating Rhythm" gab es mit "Birdland" , bekannt geworden durch Manhattan Transfer, und der Zugabe von "Route 66" noch einmal richtig was fürs Ohr und Rhythmusgefühl, bevor die Sänger mit Bravo-Rufen verabschiedet wurden. "Insgesamt ein musikalischer Abend", so eine Gruppe von anwesenden Kurgästen, "der unbedingt eine Fortsetzung verdient hätte . . ."
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Weiler Zeitung, Freitag, 17. Oktober 2003
Ein gelungenes Konzert gaben die Chöre "Temporal" und New Formation" in Binzen. Vitale Gospel-Songs und feine Liebeslieder Chöre "Temporal" und "New Formation" zu Gast in Binzen / Überzeugende Solisten
Binzen (raw). Großer Erfolg in der voll besetzten Binzener Laurentius-Kirche war dem Konzert der beiden Chöre Temporal und New Formation beschieden. ... Temporal, aus Müllheim, dirigiert vom vitalen Karl Gehweiler, zog die Zuhörerschaft mit einer Mischung aus Tempo, Freude und der genau richtigen Lautstärke in den Bann. Mit "Keep it hot" und "Tuxedo Junction", bei dem die Altistin Sybille Fröhlin solistisch brillierte, desgleichen später in "Come and go", wurde die Richtung vorgegeben. Aus Tanzania kam das percussiv flankierte Volkslied "Amezaliwa". Im Traditional "Motherless Child" interpretierte Achim Hänig das Solo von der Kanzel herab. Das Gospel "Honor" erzählte von Sklaven, die ihre afrikanischen Wurzeln zu verlieren glaubten, wenn sie sich christlich taufen ließen. Nach kurzer Pause leitete "Más que nada" zu einer Liebeslieder-Folge über, in der "Blue moon" wohl das bekannteste Stück war. Mit "Il est bel et bon" ging es auf französisch weiter und im melancholischen "And so it goes" war Achim Hänig erneut Solist. Es folgten "Ain´t be misbehavin", "It don´t mean a thing if it ain´t got that swing" (herausragend Andrea Nordmann) und eine Hommage an den unvergessenen Freddy Mercury: "Bohemian Rhapsodie". Das Publikum stampfte und klatschte und bekam als Zugabe "Let´s do it". Instrumental unterstützt wurde der Chor von Sonja Hänig (Klavier), Robbi Pflüger (Schlagzeug) und Frank Engler (E-Bass), dank denen die "Bohemian Rhapsodie" viel dazu gewann.
Etwas betulicher wirkte die fast doppelt so starke "New Formation" von Heidi Engler-Ludin ....
Badische Zeitung vom Mittwoch, 15. Oktober 2003 Swingende und inbrünstige Gospels Die Chöre "Temporal" und "New Formation" in der Laurentius-Kirche in Binzen BINZEN. Der Gospel und das Spiritual leben von Emotion und Spontaneität. Der Mülheimer "Chor Temporal" und die Lörracher "New Formation", die in der Binzener Laurentius-Kirche gastierten, setzen aber auf weit mehr als das große Gefühl: Verbunden mit musikalischer Präzision und Stimmigkeit heben sie die Musik auf ungeahnte Höhen. Betrachten wir die Gäste: (Nur) 25 Stimmen stark ist der "Chor Temporal". Doch was Dirigent Karl Gehweiler daraus macht, erhebt sich wie eine Sinfonie: Welch andauernde Klasse die Sänger und Sängerinnen fabrizieren, wie schön abgestimmt die Töne mehrstimmig aufeinander fallen und dabei immer in der richtigen Lautstärke, ja in der gemäßen Nuance klingen, das ist große Klasse.Dazu brillieren Solisten wie die Popröhre Sybille Fröhlin und der herrlich klagende Achim Hänig bei "Motherless Child" (so sehr überzeugt er, man möchte ihn adoptieren). Wie der "Chor Temporal" bei "Más que nada" dann auch noch tief in das südamerikanische Liedergut eindringt, das ist Musik zum Genießen. Und es kommt noch besser: "Amezaliwa", eine Weise aus Tansania, verziert der Chor mit rhythmisch motivierender Perkussion erster Güter. Bei "Ain't misbehaving'" hingegen zeigt Sonja Hänig am Klavier welche Güte der "Chor Temporal" auch im jazzigen Metier zu leisten imstande ist. Bei allem Vergnügen ist der Chor doch präzise und hauchzart in seinen Abstimmungen und nie mechanisch. Ganz im Gegenteil: Die Sänger und Sängerinnen swingen, lachen und haben sichtlich Spaß.Die "New Formation" kommt voluminöser daher, mit fast 40 Stimmen möchte man ihr fade Vielstimmigkeit statt Klasse unterstellen aber das trifft nicht zu. Gerade die Größe verleiht dem Chor einen inbrünstigen Klang, in dem das volle Gefühlsspektrum des Gospels aufgehoben ist: Ängste, Sehnsüchte und Hoffnungen verinnerlicht die Formation auch in Gestik und Mimik eindrucksvoll. Chorleiterin Heidi Engler-Ludin verhilft ihrer Formation zu einem ganzheitlichen Klang: Homogen ist dieser; doch auch die ruhigen und sehnsüchtigen Nuancen beherrscht der Chor spielend: "Deep River", ein klassisches Spiritual, vertont "New Formation" schier in romantischer Hingabe und dabei so sensibel, als drohte die Musik zu zerbrechen.Anders beim Elton John-Klassiker "Sorry seems to be the hardest word": Plötzlich klingt der Chor jugendlich, hitparadentauglich und fast seicht in seiner melodiösen Eingängigkeit. Das Moderne scheint dem Chor zu liegen und er kostet das aus: Allen voran Sascha Lindemann (als Dauersolist) und der ebenso talentierte Dietmar Fuchs. In manchen Passagen gar ist "New Formation" mehr Rock-und Popband. Die Begleiter Markus Koch (Klavier), Robbi Pflüger (Schlagzeug) und Frank Engler (Bass) tragen daran sicher Mitschuld. Dennis Wolf
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Badische Zeitung vom Dienstag, 7. Oktober 2003
Hilfe für kranke Kinder Spendabler "Zischtigs-Club"
MUNZINGEN. Einen Reinerlös von sage und schreibe 15 000 Euro erbrachte ein Benefizturnier, das im Golfclub Munzingen ausgetragen wurde. Der Betrag ging als Spende an die Krebsstation der Freiburger Kinderklinik. Eine Gruppe von zwölf Golfern, die sich regelmäßig am Dienstag zum Spiel trifft und deshalb als "Zischtigs-Club" firmiert, hatte die Veranstaltung initiiert und organisiert. Für das Turnier, an dem 90 Personen teilnahmen, wurden die 18 Bahnen auf dem Munzinger Golfplatz an Sponsoren verkauft; weiteres Geld in die Kasse rachte die Abendveranstaltung, ein nobles Diner im "Schloss Reinach", das vom "Chor Temporal" aus Müllheim und den "Disharmonikern" aus dem Markgräfler Land musikalisch umrahmt wurde. Außerdem sorgten ein Kabarettist, Jongleure und eine Tanzformation für die Unterhaltung der rund 200 Gäste. Höhepunkt des Abends war die Übergabe des Schecks an den Chef der Kinderklinik, Matthias Brandis.
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Badische Zeitung vom Mittwoch, 24. September 2003
Anspruchsvoll von Gospel bis Gershwin
Müllheimer Chor Temporal mit Karl Gehweiler zu Gast in Konzertreihe der Altweiler Kirche WEIL AM RHEIN. Als Highlight der Konzertreihe in der Alt-Weiler Kirche war der Müllheimer Chor Temporal unter Leitung von Karl Gehweiler angekündigt. Trotz des sonnigen Wetters strömten die Weiler denn auch in Scharen, um sich von Gospels, Spirituals, anspruchsvollen Jazz-Arrangements und nicht zuletzt vom begleitenden Pianisten Helmut Lörscher begeistern zu lassen.Der Chor Temporal besteht seit 1990 und wurde als Jugendchor im Markgräfler Britzingen gegründet. In den dreizehn Jahren seines Bestehens haben sich die heute 24 engagierten Laien-Sänger ein anspruchsvolles Repertoire von Gospel bis Gershwin erarbeitet, mit dem sie regelmäßig auftreten. Seit 2001 dirigiert und leitet den Chor Karl Gehweiler. Ihr Weiler Programm hatten die Musiker in drei Teile geteilt. Den Anfang bildeten Gospels und Spirituals amerikanischen Ursprungs, darunter mit "Amezaliwa" auch ein trommelbegleitetes olkslied aus Tansania, das den Bogen zu den afrikanischen Wurzeln der Sklavenmusik spannte. Eingeleitet hatte Sopranistin Sybille Fröhlin das Konzert von der Empore aus.Mehr im Zeichen der Pop-Musik stand der zweite Teil. Das Publikum ließ sich mitreißen von Liedern wie Freddy Mercurys "Bohemian Rhapsody", deren bekannteste Fassung von der englischen Gruppe "Queen" stammt, von Cole Porters "Night and day" und Jerome Kerns "Smoke gets on your eyes", das von einem Sopransolo von Andrea Nordmann gekrönt wurde. Am wenigsten mochte man schließlich aber Achim Hänig (Bass) sein Laientum glauben, dessen Stimmgewalt vor allem bei seinem ersten Einsatz in "Motherless child" beeindruckte.Der letzte Teil des mehr als zweistündigen Konzertes widmete sich dem Vocal Jazz, mal a capella, mal mit Pianobegleitung gesungen. An George Gershwins von Helmut Lörscher am Flügel begleitetes "Fascinating Rhythm" schloss sich ganz unerwartet eine Soloimprovisation des Freiburger Musikhochschulprofessors an, wie sie die Alt-Weiler Kirche wohl so bald nicht wieder zu hören bekommen wird. Lörscher "zweckentfremdete" dabei zuerst den Flügel zum Percussion-Instrument bevor er zur klassischen Tastatur zurückfand. Mancher Jazzfan dürfte es bedauert haben, am Sonntagnachmittag nicht in die Kirche gegangen zu sein. (Annette Mahro)
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Badische Zeitung vom Freitag, 19. September 2003
Das wird ein schöner Auftritt
KURZ GEFRAGT: Gehweiler und das Konzert in Alt-Weil BZ: Als stellvertretender Leiter der Musikschule decken sie ein breites Spektrum ab, sie sind aber auch gerne Dirigent. Gehweiler: Ja, meine Tätigkeit beim Gesangverein Weil ist bekannt. Es macht mir aber ausgesprochen Freude, mit dem "Chor Temporal" aus Müllheim zusammen zu arbeiten. 1990 als Jugendchor des Untermarkgräfler Sängerbundes gegründet, hat sich das Ensemble mit facettenreichen Rhythmen und Klängen einen Namen gemacht. BZ: Also ein junges Ensemble, das sich dann auf welche Stilrichtung konzentriert? Gehweiler: Zusammen mit den 24 jungen Sängerinnen und Sängern habe ich ein vielseitiges Programm einstudiert. Dazu gehören Gospels und Spirituals, aber unsere eigentliche Stärke ist der Jazz. So werden bei dem Konzert nicht nur Kompositionen von Freddy Mercury erklingen, sondern auch Jazzstandards von Duke Ellington und Cole Porter. BZ: Man darf sich freuen, der Chor hat einen guten Namen. Gehweiler: Die Vorfreude ist sicher berechtigt, bei manchen Songs treten Chormitglieder auch als Solisten hervor. Die Begleitung am Flügel obliegt dem bekannten Jazzmusiker Helmut Lörscher, Professor an der Musikhochschule Freiburg. Wir beide kennen uns gut. BZ: Wie kommt es zu dem Auftritt in Altweil? Gehweiler: Werner Sänger, der die Konzerte in Altweil mit organisiert, ist nach einem unserer Konzerte an mich herangetreten. Der Chor freut sich auf Altweil und für mich ist es ein sehr persönliches Ereignis. BZ
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Badische Zeitung vom 23.07.2003.
Interpretationen auf höchstem Niveau Gospelnight in Badenweiler / Die Geschichte des Sklavenhandels und die Hoffnung auf ein besseres Leben
BADENWEILER (js). „Ausverkauft" lauteten die Hinweisschilder am Fuß zum Burganstieg. Kein Wunder, denn für mehr als 250 Konzertbesucher gab es mit der „Gospelnight" bei „Burg in Flammen" ein Openair-Konzert der Extraklasse im stimmungsvollen Ambiente der Burgruine. Mit der an der Elfenbeinküste geborenen Bandleaderin und Sängerin Cecile Verny, der Amerikanerin Sandra Williams mit ihrem musikalischen Begleiter Henry Uebel, den Chören „Temporal" und dem Gospelchor „Takt-los!" wurde dem Publikum ein Programm geboten, das für künftige Veranstaltungen dieser Art Maßstäbe setzte. Die Idee zum Gospelkonzert hatten Angelika Schröder, Veranstaltungsleiterin der Badenweiler Thermen und Touristik, zusammen mit Pfarrer Helmut Krüger und Kantor Horst Nonnenmacher aus Badenweiler. „Dass wir neben den zwei wirklich guten heimischen Chören noch Cecile Verny und Sandy (Sandra) Williams verpflichten konnten, war wirklich Glück", freute sich Angelika Schröder, die im Vorfeld des Konzerts doppelt so viele Eintrittskarten hätte verkaufen können. Helmut Krüger informierte die Konzertbesucher zur Geschichte des Gos-pels, einer Liedgattung die sich aus europäischen und afrikanischen Elementen zusammensetzt und während der Sklaverei in den USA entstanden ist. Deshalb geht es in den Texten auch um die Geschichte des Sklavenhandels und um die Hoffnung auf ein besseres Leben. „Gos-pel heißt Evangelium, das bedeutet wiederum ´good news`, also gute Nachrichten und einfache Botschaften. Die haben zugleich etwas Anarchisches an sich", zitierte der in schwarzes T-Shirt, lockere Cargo-Hosen und Sandalen passend zur fröhlichen Atmosphäre gekleidete Pfarrer. Mit dem rhythmischen „Good News" startete denn auch „Takt-los!" und brachte die Zuhörer gleich in Stimmung. Am E-Piano saß Kantor Horst Nonnenmacher, der an diesem Abend jedem New-Orleans-Pianisten Ehre gemacht hätte, begleitet von den zwei Vollblutmusikern Dieter Bauer am E-Bass und Schlagzeuger Werner Sänger aus Freiburg. Beim Traditional „Amazing grace", mit rauchiger Stimme vorgetragen von Sandy Williams, hätte man im Burginnenhof die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören können. Dass sowohl Cecile Verny wie Sandy Williams stimmlich aus dem Vollen schöpfen können und von Blues über Swing und Soul bis hin zu Jazz alles beherrschen, zeigten Lieder wie „Wade in the water", „I'm on my way" „Someti-mes I feel like a motherless child" und „Swing low, sweet Chariot". Henry Ue-bel im bunten Strandhemd lieferte dabei zu Songs von Sandy Williams eine einfühlsame Klavierbegleitung auf dem E-Piano. Eine furiose Abfolge von Gospel, Swing und Rock sang der Chor Temporal, dirigiert von Karl Gehweiler. Nach „Jesus lifted me", „As I go", „Give me Jesus", einer Interpretation von Glenn Millers „In the mood" und „Bohemian Rhapsody" von Queen hielt die Zuhörer nur noch die Enge der Bänke auf ihren Plätzen. Nach der Pause begann „Takt-Los" mit „Down by the riverside" mit einem echten Hit, gefolgt vom populären „Oh when the Saints go marchin' in". Sandy Williams und Cecile Verny, die sich erst an diesem Abend kennen gelernt hatten, warfen das Programm um und beschlossen spontan „Amen" im Duett mit dem Chor zu singen - das Resultat war Gospelinterpretation auf höchstem Niveau. Den Grenzbereich des „contempora-ry", also modernen Gospel, beschritt anschließend Sandy Williams mit „Blowin' in the wind", „Imagine" und „Didn't it rain". Im Finale sangen als Höhe- und Schlusspunkt alle beteiligten Künstler zusammen eine populäre Interpretation des bekannten irischen Reisesegens „May the Lord send angels and guide you on your way", beleuchtet von Fackeln und mehr als 2000 Wunderkerzen.
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Badische Zeitung, 10. April 2003
Musik nahe am Siedepunkt
Unter dem Titel "keep it hot - vocal jazz" begeistert der Chor Temporal in der Martinskirche MÜLLHEIM (sh). Ein außerordent-lich bemerkenswertes Konzert gab der Müllheimer Chor Temporal in der Martinskirche. Unter dem Titel "keep it hot - vocal jazz" bewältigten die 26 Sängerinnen und Sänger ein mit Schwierigkeiten gespicktes Programm mit Bravour. Unter dem Leiter Karl Gehweiler wagte sich der Chor an komplizierte Chorsätze und scheute sich auch nicht klangdisziplinierte Ausflüge in die Klassik zu unternehmen.
Das Konzert begann mit dem Solostück der Begleitband. Die Musiker Helmut Lörscher (Klavier), Florian Döling (Bass) und Daniel Schay (Schlagzeug) improvisierten meisterlich über ein bekanntes Thema. Besonders reizvoll war das Basssolo über dem im Klavier leise durchschimmernden Thema.
"Keep it hot" war der Auftakt des Chores und hörbares Motto: Rhythmus und Musik nahe am Siedepunkt. Der Chor präsentierte sich vokal und rhythmisch sehr sicher, beeindruckte im ersten Block durch seine Lockerheit. Ein Markenzeichen von Temporal sind die vielen eigenen Solisten. In "Tuxedo Juction" glänzte Sybille Fröhlin mit einem schwierigen Scatsolo und Andrea Nordmann überzeugte in "Smoke Gets In Your Eyes" mit ihrer Stimme. Und Tobias Zeller glückte ein kleines, aber diffiziles Tenorsolo in "I Got Rhythm".
Das Programm beinhaltete sowohl A-Cappella-Stücke, eine fetzige Samba auf portugiesisch (,'Más que nada") wie auch französische klassische Lieder aus verschiedenen Epochen. Bekannte Melodien wie "Night and Day" und "Tea for Two" wurden in ausgefeilten Arrangements dargeboten. Der erste Teil des Programms endete mit "Bohemian Rhapsody" von Freddy Mercury, das vom Publikum zum Lieblingsstück erkoren wurde.
Nach der Pause standen nur die Bassisten mit dem Chorleiter auf der Bühne und sangen ihren Auftakt zu "I Got Rhythm". Der übrige Chor trat singend aus dem Publikum hervor. Faszinierend wie der Chor bei "Calme des nuits" die Tonhöhe hielt. Man hätte sich dieses Stück vielleicht noch eine Spur leiser gewünscht. Danach gelang dem Chor geradezu traumhaft das dicht gewobene, polyphone Renaissancelied "Il et bel et bon". Es folgte swingend die Ballade "Blue Moon" und "Slap That Bass" von Gershwin. Mit ihrer führenden Rolle in "How High The Moon" stellten die Tenöre ihr Können unter Beweis stellten. "lt doesn't mean a thing", das anspruchsvollste Stück des Abends, war eine echte Herausforderung für den Temporal und ein schön schräges Klangerlebnis.
"Birdland" wurde mit viel rhythmischem Gespür vom Chor als letztes Stück dargeboten. Das begeisterte Publikum forderte drei Zugaben.
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Weiler Zeitung am MI, 13.11.02
Weil am Rhein (pas). Die Altweiler Kirche konnte zum Gottesdienst am Sonntag einen besonderen Gast begrüßen:
Der Gospelchor „Temporal“ aus Müllheim gestaltet den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Harald Schopferer. „Temporal“ setzt sich aus 18 Sängerinnen und Sängern zusammen und steht unter der Leitung von Karl Gehweiler. Mitreißende Spirituals und Gospels sorgten für eine ganz besondere Stimmung in der Altweiler Kirche. Die Lieder, welche die afrikanischen Sklaven in Amerika zur Blüte brachten, bestachen vor allem durch ihre Lebendigkeit. Der Chor setzte in der Auswahl seiner Songs aber auch auf Vielfalt. Ob getragener wie „Motherless Child“ oder überaus fröhlich wie bei „Good News“ und „I`m so glad“, die Stimmgewaltigkeit von „Temporal“ machte diesen Wechsel reizvoll. In zehn Songs und mit viel Freude zeigte der Chor einen eindrücklichen Einblick in sein Repertoire. Die gesanglichen Qualitäten der Gospelformation zeigten sich auch in besonderer Weise bei den Solisten. Achim Hänig und Sybille Fröhlin erzeugten durch den Gospel-typischen Frage- und Antwortstil und Improvisationen ein echtes Gospel-Feeling. Auch klatschte der Chor bei den dynamischeren Lobliedem mit und schaffte so zusätzliche Lebendigkeit. Die Predigt selbst wurde in Form eines Dialogs zwischen Pfarrer und Chor gestaltet. Dieses Spiel zwischen nordamerikanischer Tradition vor der Kulisse der ehrwürdigen Altweiler Kirche hatte da ebenfalls etwas für sich. Für den Auftritt der Sängerinnen und Sänger, der allen viel Freude gemacht hatte, bedankte sich die Gemeinde mit starkem Applaus. Das Gastspiel von „Temporal“ wird sicher nicht das letzte in Weil sein.
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Badische Zeitung vom Dienstag, 12. November 2002
Gospelchor sorgt für schwungvolle Abwechslung
Predigt als Dialog zwischen Pfarrer und Chor / Nordamerikanische Tradition vor der Kulisse der Altweiler Kirche WEIL AM RHEIN (pas). Die Altweiler Kirche konnte zum Gottesdienst am Sonntag einen besonderen Gast begrüßen: Der Gospelchor "Temporal" aus Müllheim gestaltet die Feier gemeinsam mit Pfarrer Harald Schopferer. "Temporal" setzt sich aus 18 Sängerinnen und Sänger zusammen und steht unter der Leitung von Karl Gehweiler. Mitreißende Spirituals und Gospels sorgten für eine ganz besondere Stimmung in der Altweiler Kirche. Die Lieder, welche die afrikanischen Sklaven in Amerika zur Blüte brachten, bestachen vor allem durch ihre Lebendigkeit. Der Chor setzte in der Auswahl seiner Songs aber auch auf Vielfalt. Ob getragener wie "Motherless Child" oder überaus fröhlich wie bei "Good News" und "I`m so glad", die stimmliche Kraft von "Temporal" machte diesen Wechsel reizvoll. In zehn Songs und mit viel Freude zeigte der Chor einen eindrücklichen Einblick in sein Repertoire. Die gesanglichen Qualitäten der Grospelformation zeigten sich auch in besonderer Weise bei den Solisten. Achim Hänig und Sybille Fröhlin erzeugten durch den gospeltypischen Frage- und Antwortstil und Improvisationen ein echtes Gospel-Feeling. Auch klatschte der Chor bei den dynamischeren Lobliedern mit und schaffte so zusätzliche Lebendigkeit. Die Predigt selbst wurde in Form eines Dialogs zwischen Pfarrer und Chor gestaltet. Dieses Spiel zwischen nordamerikanischer Tradition vor der Kulisse der Altweiler Kirche hatte da ebenfalls etwas für sich. Für den Auftritt der Sängerinnen und Sänger, der allen viel Freude gemacht hatte, bedankte sich die Gemeinde mit starkem Applaus. Das Gastspiel von "Temporal" wird sicher nicht das letzte in Weil sein.
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Badische Zeitung, SA, 23.03.2002
Hervorragende A-capella-Disziplin
Beim Konzert in der Martinskirche begeistert der Temporal nicht nur die Fans / Programm aus Jazzstandards, Spirituals und Gospels MÜLLHEiM (f1). Der Chor Temporal stellte sein neues Programm vor — entsprechend erwartungsvoll war die Stimmung der zahlreich erschienenen Besucher in der Martinskirche. Schon nach den ersten Takten von „In the mood“ - ein genialer Auftakt - ist klar. Auch zwölf Jahre nach seiner Gründung ist „Temporal“ seinem Namen treu: Tempo und hervorragende „Oral“-Kultur, sprich A-capella-Disziplin, zeichnen dieses Ensemble noch genauso aus wie beim ersten Auftritt. Seit einem Jahr arbeitet Temporal mit seinem nunmehr dritten Chorleiter, Karl Gehweiler, der das Ensemble leistungsmäßig wiederum ein Stück weit nach vorne gebracht hat. Das Programm aus Jazzstandards, Spirituals und Gospels wird exzellent dargeboten, Stimmung und Feeling weisen einen durchgehend harmonischen Bezug zueinander auf. Auch die instrumentale Begleitung ist glücklich gewählt: Helmut Lörscher am Klavier, Bernd Heitzler am Bass und Mathias Daneck am Schlagzeug - das garantiert Schwung und unangestrengten Rhythmus. Mit sicherer Navigation sorgt das Trio mal sanft, mal mit Vollgas, aber immer „con spirito“ für die richtige Begleitstimmung. Imposant stellt sich die gesamte Sound- und Stimmungspalette dar. Beispiel „My funny Valentine“: Das klappt vokal ebenso reibungslos wie rhythmisch. Oder „The shadow of your smile“ mit dem reizvollen, sich leicht reibenden Gesangs-Duo Elvira Stadtier und Sonja Hänig. Dass Temporal einmal mit Spirituals und Gospels begonnen hat, ist nicht vergessen. Fast durchgehend makelloser A-capella-Gesang mit schönen Soli von Sybille Fröhlin (,‚Come and go“) und Achim Hänig (,‚Motherless child“) schafft ein transparentes Klanggewebe, das auch tonmalerische Ruhezonen kennt. Überhaupt agiert der Chor bei geballter Sanges-Kraft — im besten Sinne! - stets sehr ausgewogen. Vom feinen Melos wie in „Puttin‘ on the Ritz“ bis zum Latino-Temperament in „One note samba“ wirkt alles natürlich, was auf eine gute Einstudier-Arbeit schließen lässt. Und immer wieder begeistern solistische Einlagen, wie zum Beispiel in „All the things you are“ (Beate Elsässer), „And so it goes“ (Achim Hänig), „Georgia on my mind“ (Jochen Landprecht). Aber noch andere Highlights hat Temporal zu bieten: „Sprechwalzer“ von Ernst Toch, gesprochener Wortsalat im Dreivierteltakt, mit leichten Schlagzeugtupfern garniert — ein geistreiches, virtuos angerichtetes Wörter-Diner. Auch „Fascinating Rhythm“ könnte als Leitspruch über diesem Konzert stehen; Gershwins beliebter Standard kommt immer wieder gut an, besonders wenn er so feurig-funky dargeboten wird wie hier. Und prinzipiell gilt für alle Darbietungen dieses Abends, dass neben dem rhythmischen Gespür auch die Ausgewogenheit und der kompakte Gesamtklang beeindruckt. Außerdem weist die Gesangs-Kultur von Temporal eine große Skala an Nuancen und Stimmungen auf. Das Finale, „Keep it hot“, soll Signalwirkung haben. Der Chor, obwohl derzeit in bester Kondition, denkt voraus: Neue Sängerinnen und Sänger sind erwünscht. Diese Aufforderung könnte Erfolg haben, denn offenbar macht die Arbeit mit Karl Gehweiler großen Spaß. Das Instrumentaltrio, das an diesem Abend tüchtige Begleitarbeit leistet, hat natürlich auch einen Soloauftritt: Ein elektrisierendes „Trio solo“, das haar-scharf zum mitreißenden Vokalprogramm passt und eine reizvolle Abwechslung bietet. Nicht nur die Fans der ersten Stunde von Temporal kamen an diesem Abend auf ihre Kosten. Der begeisterte Applaus zeigte, dass das Ensemble mit seinem Tempo voll im Trend ist und es auch weiterhin bleiben wird.
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www.temporal.de
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